Zum Erfolg verdammt

von Redaktion

Alltagserfahrungen mit dem BMW iX3: Beginnt mit ihm eine neue Ära

Der Anspruch an den iX3 ist sehr hoch. Nicht weniger als eine Neudefinition der Marke verspricht BMW mit diesem SUV. Wir waren mit dem ersten Modell der Baureihe, dem iX3 50 xDrive, unterwegs.

Lob: Den ersten Aha-Effekt nach dem Einsteigen hat man beim Blick auf die Panoramaprojektion an der unteren Seite der Frontscheibe. Das Panoramic View Display zeigt quer über die gesamte Breite alle wichtigen Informationen, die man ansonsten in der Anzeige hinterm Lenkrad präsentiert bekommt. Neu ist auch, dass die Bedienung wichtiger Funktionen und Einstellungen fast vollständig über den Touchscreen am Armaturenbrett erfolgt und kaum noch über Schalter und Drehregler. Immerhin befindet sich der Lenkstockhebel für Blinker und Scheibenwischer mit gewohnten Funktionen am üblichen Platz am Lenkrad.

Angenehm: Die Tempolimitwarnung kann ganz einfach mit einmal Tippen am Touchscreen deaktiviert werden. Die Kommunikation mit dem KI-Chatbot, die mit „hallo BMW“ aktiviert wird, ist konstruktiv. Zumindest bekamen wir auf alle Fragen eine Antwort, und keine Zielführung fürs Navi wurde uns verweigert.

Dank einer Leistung von 469 PS und einem Drehmoment von 645 Nm ist der BMW trotz der Masse von 2.360 Kilogramm in allen Lebenslagen stets ausreichend motorisiert. Wenn man will, pfeilt das Luxus-SUV auch mal mit 210 km/h über die Autobahn. Einen derartigen Tiefflug haben wir mal ausprobiert, es schont aber Nerven und Batteriekapazität, mit deutlich reduzierterem Speed unterwegs zu sein.

Kritik: Die Funktionstasten am Lenkradkranz sind schwer zu erspüren. Dass der Scheibenwischer an unserem Testwagen mechanische Geräusche von sich gab, befremdete für ein Fahrzeug in dieser Klasse.

Kosten: Weil man mit dem BMW gar so schön flott unterwegs sein konnte, notierten wir einen Verbrauch von 16 bis knapp 20 kWh auf 100 Kilometer. Damit erzielten wir mit der 108-kWh-Batterie immer noch erfreuliche Reichweiten von deutlich über 500 Kilometer. Das SUV steht mit einem Basispreis von 70.900 Euro in der Liste, mit Extras kam unser Testwagen auf 87.380 Euro.

Fazit: Das erste Modell der Neuen Klasse von BMW hebt dank seiner Fahrleistungen, des Verbrauchs und der Ausstattung das Stromern auf ein neues Niveau. Beim Preis bleiben die Münchner aber in altbekannten Sphären.

Artikel 1 von 11