Forschung zum Anfassen

von Redaktion

Großartiger Meilenstein für die TH Rosenheim: In Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll bis Ende dieses Jahres ein Lernlabor entstehen, das Schülerinnen und Schüler für Forschung, Technik und Informatik begeistert.

Mit dem DLR_School_Lab erhalten Schulklassen künftig Einblicke in die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Wetter und Klima sowie Astronomie und Optik. Unter dem Motto „Forschung zum Anfassen“ führen sie Experimente durch und bauen zum Beispiel Teleskope, erzeugen Wolken und analysieren Satellitenbilder.

Verbindung zu Projekten
aus der Region

Im Labor wird viel Wert darauf gelegt, dass die jungen Besucherinnen und Besucher nicht nur selbst aktiv werden, sondern auch praktische Anwendungsbeispiele aus der Forschung kennenlernen. Hierbei ergeben sich Verbindungen zu regionalen Projekten: „Eine Drohne zu bauen ist an sich schon eine spannende Aufgabe, sie zur Rehkitz-Rettung einzusetzen, erschließt darüber hinaus auch ihren konkreten Nutzen“, erläutert Professorin Dr. Nicole Strübbe, Vizepräsidentin der TH Rosenheim.

Bewährtes Netzwerk hilft
bei der Gestaltung

Für den Aufbau und den Betrieb des Schülerlabors setzt die Hochschule auf die bewährte Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Region im Rahmen des MINT-Netzwerks: Zum einen fließen Anforderungen und Feedback von Lehrkräften und Schulklassen direkt in die Entwicklung und Optimierung der Programme ein. Zum anderen stehen Unternehmen beratend zur Seite, um ihre Anregungen mit Blick auf die Fachkräfteausbildung einzubringen.

Das DLR setzt mit dem neuen Schülerlabor in Rosenheim – es ist die dritte derartige Einrichtung in Bayern – seine erfolgreiche Strategie fort, eine Brücke von der aktuellen Forschung zur Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern zu schlagen. Die Schülerlabore zeichnen sich durch ein außergewöhnliches Lernsetting, die Vernetzung verschiedener Disziplinen und die konkrete Anwendbarkeit des Wissens aus.

„Durch die eigene Durchführung der Hands-on-Experimente können wir bei den Schülerinnen und Schülern positive Effekte beim Interesse an MINT-Themen und eine Zunahme der naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen beobachten. Das schließt das Verständnis von Phänomenen und Sachverhalten wie auch von Methoden und Vorgehensweisen ein“, sagt Dr. Christoph Pawek, Vorstandsbeauftragter für Nachwuchsförderung im DLR.

Das DLR_School_Lab richtet sich ab seiner für Ende 2026 geplanten Eröffnung zuerst an weiterführende Schulen ab der 7. Jahrgangsstufe. Danach sollen die Angebote nach und nach auch für jüngere Schülerinnen und Schüler adaptiert werden. Betreut wird das Programm von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie studentischen Hilfskräften.

Vom Schülerlabor zur
Erlebniswelt „minTHROpia“

An der Hochschule gibt es bereits weiterreichende Ideen, das Angebot rund um das Schülerlabor perspektivisch weiter auszubauen: „Wir planen ein spannendes Science Center, in dem Hands-On-Experimente auf innovative Weise mit Praxisbeispielen kombiniert werden“, blickt Anette Dittel, die mit dem Aufbau von „minTHROpia“ betraut ist, voraus. „Wir bieten dann auch ein außergewöhnliches Freizeitangebot für Familien und Einzelbesucher.“

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