Höchste Zeit für Eigenverantwortung

von Redaktion

Nino Kornhass (Die Basis)

Regieren die Politiker und Parteien weiter, die zuletzt regiert haben, dann wird es Ende 2021 genauso schlecht weitergehen, wie das Jahr angefangen hat. Auch neue Lockdowns sind, entgegen der Behauptungen führender Elite-Politiker, eher wahrscheinlich als ausgeschlossen. Würde es nach Personen wie Spahn, Söder und Merkel gehen, so würden wir auch 2022 mit Lockdowns, Maskenpflicht und Maßnahmen-Horror verbringen. Es gibt keine Exit-Strategie, wie Ulrike Guerot so schön in der „Welt“ schrieb. Die aktuelle Regierung befindet sich auf einem Weg, auf dem es kein Zurück gibt und der immer demokratiefeindlicher wird.

Dabei wäre es an der Zeit, dass wir mit Corona leben lernen, wie wir es mit allen anderen Atemwegsinfektionen auch gelernt haben. Die Risikogruppen konnten sich genauso impfen lassen wie alle anderen Menschen, die es wollten. Das war noch vor Monaten das gewünschte Szenario, um alle Maßnahmen aufzuheben. Zusätzlich gibt es keine Gefahr der Überlastung der Intensivbetten. Das war – wer sich noch erinnert – der Ausgangspunkt aller Maßnahmen. Ergo ist es egal, wie hoch die Inzidenzen sind.

Andere Länder haben es schon lange vorgemacht. Es wird Zeit, dass wieder auf Eigenverantwortung gesetzt wird. Dass die jungen Menschen, die viel mitgemacht haben und die nur minimal von Corona betroffen waren, endlich wieder ihr Leben in allen Facetten leben dürfen.

Corona hat wie unter einer Lupe gezeigt, was und wie viel in unserem Land – auch in der Region – mittlerweile schief läuft. Demokratische Strukturen, die ihren Sinn und Grund haben, wurden massenhaft und willentlich missachtet. Es wurde von oben nach unten durchregiert. Die Gewaltenteilung geriet großenteils zur Farce. Die Legislative wurde zum Abnicken der Beschlüsse selbsternannter Runden degradiert und wenn die Judikative mal aufhorchen ließ, gab es eine auf den Deckel – bis hin zu privaten Hausdurchsuchungen bei Richtern und Gutachtern, die es wagten, nach ihrem besten Wissen und Gewissen zu urteilen.

Generell ist vieles passiert, was wohl jeder von uns noch im Februar 2020 für unmöglich gehalten hätte: Ausgrenzung von Menschen, die Meinungen haben, die der der Regierung widersprechen; Ärzte, die ihre Approbation verlieren oder die Polizei im Haus haben, weil sie ihrem Beruf gewissenhaft nachgehen; Kinder, die Schulverbot bekommen, weil sie keine Masken tragen können; die Angst vor anderen Menschen, vor sozialen Kontakten, das Isolieren und Sich-Abschotten. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Sehr deutlich wurde, wie abgehoben, wie völlig in ihrer eigenen Blase gefangen die Politiker-Klasse in Deutschland ist. Sie ist fernab jeder Lebensrealität. Dies zeigt sich auch auf nahezu allen anderen Politik-Feldern.

Wir sollten jetzt sofort auf Eigenverantwortung setzen, wie es viele Länder schon lange machen und Dänemark vollends ab Oktober. Alle Maßnahmen müssen freiwillig werden. Wer eine Maske tragen will, soll das genauso tun dürfen, wie sich auch alle weiter testen lassen dürfen, die das wollen. Wer sich Booster-Impfungen im Herbst holen will, soll auch das tun dürfen. Alle Menschen, die das für sich ablehnen, sollen aber genauso viel Recht dazu haben. Es wird Zeit, dass der Staat aufhört, uns privateste Dinge vorschreiben zu wollen.