Eine Milliarde nur für Tests – aber kein Geld fürs Personal

von Redaktion

Martin Hartmann (40), Obing, Die Basis.

Als Ehemann einer Krankenschwester ist mir bekannt, dass dieses Thema nicht erst seit Corona akut ist. Man hat seit Jahrzehnten unser Gesundheitssystem auf dem Rücken der Patienten und auf dem Rücken des Personals zur Gewinnmaximierung von Konzernen missbraucht.

Leider wird auch hier seit Langem mit demselben Schema gearbeitet: Die Gewinne werden privatisiert. Die Verluste hat das Land beziehungsweise deren Bürger zu tragen.

Im Gesundheitssystem sollte die Gesundheit und nicht die Krankheit im Fokus stehen, der Patient und nicht der Gewinn.

Wir haben in Bayern alleine 3,7 Milliarden Euro für „Corona-Maßnahmen“ ausgegeben, 314 Millionen Euro für Masken (davon mindestens 50 Millionen an Provisionen für Abgeordnete), eine Milliarde nur für Tests.

Aber für das Pflegepersonal haben wir nach wie vor kein Geld.

Und nun wundern wir uns, warum immer weniger Menschen bereit sind, diesen Job zu machen. Aber nein. Mit Geld alleine lässt sich auch das nicht regeln. Sondern es geht auch um die Arbeitsbedingungen. Wenn die Arbeit mit dem Patienten nur noch zur Nebenaufgabe degradiert ist, haben wir ein strukturelles Problem.

Keine Kliniken
mehr in private Trägerschaft

Hier wäre ein erster Schritt, keine Kliniken mehr in private Trägerschaft zu geben. Es braucht regionale Kliniken, deren Hauptaugenmerk nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Versorgung der Bevölkerung ist.

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