Berlin – Martin Schulz hat sich von den Ambitionen des Ex-Regierungschefs Gerhard Schröder (SPD) auf einen Posten beim russischen Ölkonzern Rosneft distanziert. „Ich würde das nicht tun“, schrieb der SPD-Kanzlerkandidat auf Facebook. „Für mich ist klar: Auch nach meiner Zeit als Bundeskanzler werde ich keine Jobs in der Privatwirtschaft annehmen.“
Schröder selbst kritisierte die Berichterstattung über seinen möglichen Posten. „Ich habe den Eindruck, das hat weniger mit meiner Tätigkeit zu tun als vielmehr mit dem Wahlkampf. Hier soll offenbar Frau Merkel geholfen werden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Es geht um den Posten eines „unabhängigen Direktors“ beim Staatskonzern Rosneft. Dessen Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, mit dem Schröder befreundet ist. Die Wahl zum Aufsichtsrat ist russischen Medien zufolge für 29. September geplant. Das Ölunternehmen steht nach der Annexion der ukrainischen Krim-Halbinsel auf der Sanktionsliste der EU. dpa