Berlin – Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Flüge von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel mit der Flugbereitschaft auch im Wahlkampf als regelgerecht verteidigt. Merkel nutze Hubschrauber und Flugzeuge der Bundespolizei und des Verteidigungsministeriums „entsprechend den Richtlinien, die es für diese Nutzung gibt“, sagte Seibert in Berlin. „Das sind Regeln, die seit deutlich vor der Amtszeit dieser Bundeskanzlerin gelten.“ Merkel nutze die Flugzeuge wie andere Kanzler vor ihr, „weil sie, auch im Wahlkampf, auch im Urlaub, auch am Wochenende als Bundeskanzlerin immer im Dienst ist“.
SPD-Kandidat Martin Schulz hatte der Kanzlerin Abgehobenheit bescheinigt und ihr vorgeworfen, sie nutze „die Infrastruktur des Bundes für einen Spottpreis, um zu ihren Wahlkampfauftritten zu fliegen“. Der „Spiegel“ hatte berichtet, mit den Erstattungsregeln sei nur ein Bruchteil der Kosten abgedeckt. Die SPD betonte, Schulz nähme die Dienste der Flugbereitschaft nicht in Anspruch. Seibert sagte, Merkels Nutzung der Flugbereitschaft habe „mit der ganz ungewöhnlichen Arbeitssituation einer Bundeskanzlerin, die eben immer im Dienst ist, zu tun“.