Akhanli will zurück nach Deutschland

von Redaktion

Festgesetzter Autor weiter in Spanien – Türkische Polizisten beantragen Asyl

Madrid/Berlin – Der Kölner Autor Dogan Akhanli sitzt weiterhin in Spanien fest, obwohl die von der Türkei geforderte Auslieferung offenbar vom Tisch ist. Akhanli dürfe nicht nach Deutschland ausreisen, teilte sein Anwalt Ilias Uyar am Mittwoch mit. Man habe daher bei den spanischen Behörden beantragt, „die gegen unseren Mandanten verhängten Auflagen zu lockern und ihm zu gestatten, sich bis zu einer Entscheidung im laufenden Verfahren wieder in Deutschland aufhalten zu können“.

Über die internationale Polizeiorganisation Interpol hatten die türkischen Behörden die Festnahme Akhanlis während eines Spanienurlaubs am 19. August erwirkt. Ziel war die Auslieferung des 60-Jährigen in die Türkei. Am 20. August kam er wieder frei. Dem Regierungskritiker wird die Mittäterschaft an einem bewaffneten Raubüberfall vor fast 30 Jahren vorgeworfen.

Unterdessen haben der „Welt“ zufolge mehrere ranghohe türkische Polizeibeamte in Deutschland Asyl beantragt. Auch ein türkischer Verbindungsbeamter, der im Bundeskriminalamt (BKA) tätig war, soll dem Bericht zufolge Asyl beantragt haben.  dpa/afp

Artikel 1 von 11