München – Im Vorfeld des Diesel-Gipfels im Kanzleramt hat sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter mit einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel gewandt. Darin verlangt er von der Bundesregierung ein entschiedeneres Vorgehen gegenüber der Autoindustrie.
Der Bund müsse seinen Einfluss nutzen und „technische Nachrüstungen einfordern oder – noch besser – vorschreiben, die im Ergebnis die Emissionen der Fahrzeuge tatsächlich reduzieren“, so Reiter in seinem Brief an die Kanzlerin.
„Ich als Oberbürgermeister möchte Fahrverbote selbstverständlich möglichst vermeiden“, stellt Reiter klar. Allerdings seien die bisher vereinbarten Maßnahmen nicht ausreichend. Neben einer technischen Umrüstung fordert Reiter deshalb auch eine Abwrackprämie für Fahrzeuge, die besonders viel Stickstoffdioxid ausstoßen, neue Plaketten, um die Einfahrt in die Umweltzone zu regeln, und mehr Geld für die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. „Der Bund ist in der Pflicht, jetzt entschieden zu handeln, um eine deutliche Verbesserung der Luftqualität sicherzustellen und dem Diesel als saubere Antriebstechnik eine Zukunft zu geben“, so Reiter. mk