Hamburg – AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel soll an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz als Haushaltshilfe beschäftigt haben. Das berichtete „Die Zeit“ und berief sich auf Infos aus Weidels Umfeld. Zunächst habe eine Studentin der Islamwissenschaften für Weidel und ihre Lebenspartnerin, eine aus Sri Lanka stammende Schweizerin, gearbeitet. Diese habe den Job dann an die Syrerin weitergegeben. Das Gehalt habe Weidel bar bezahlt – 25 Franken pro Stunde, was für Schweizer Verhältnisse üblich ist. Es gab weder einen Anstellungsvertrag noch Rechnungen, hieß es.
Weidel äußerte sich zunächst nicht. Am Abend teilte ihr Anwalt mit, Weidel habe „einen freundschaftlichen Kontakt“ zu einer Syrerin, die auch bei ihr zu Gast gewesen sei. „Dass die Asylbewerberin aber im Hause unserer Mandantin angestellt wurde oder als Angestellte gearbeitet hätte oder aber dafür Lohn bekommen hätte, ist jeweils falsch.“
Alice Weidel lebt mit ihrer Lebensgefährtin in Biel. Sie ziehen zwei Söhne groß. Öffentlich nennt die AfD-Politikerin die deutsche Ortschaft Überlingen als Wohnort. Die 38-Jährige ist neben Alexander Gauland die Spitzenkandidatin der AfD für den Bundestag.