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von Redaktion

Gespräche erreichen kritische Themen – Grüne pochen auf Familiennachzug

Berlin/München – Die Unterhändler für die geplante Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen gehen heute ihr wohl schwierigstes Thema an. Am Nachmittag soll in Berlin ein Kompromiss in der Migrationspolitik sondiert werden. Die Zuwanderung zu begrenzen, sei „ein Kernpunkt, den wir nicht aufgeben können“, sagte CSU-Chef Horst Seehofer.

Auch die Grünen hätten grundsätzliche Forderungen, die sie vertreten würden, betonte Claudia Roth, die für die Partei am Tisch sitzt. Man werde „die weitere Aussetzung der Familienzusammenführung für Menschen mit subsidiärem Schutz nicht mittragen“. Die Union hatte sich verständigt, diese Aussetzung, die noch bis März 2018 läuft, verlängern zu wollen.

Seehofer ermahnte unterdessen erneut die CSU, die Verhandlungen nicht mit Personaldebatten zu belasten. Er kritisierte via „Stern“ Aufforderungen, den Weg für seine Nachfolge als CSU-Chef und Ministerpräsident frei zu machen: „Andere haben nach der Bundestagswahl klüger reagiert. Die SPD ist zusammengerückt und hat weiter gekämpft. Und drei Wochen später haben die Genossen die Wahl in Niedersachsen gewonnen.“ hor/cd

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