Jerusalem – Nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA ist bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten ein Mann getötet worden. Etwa 280 Menschen wurden verletzt, rund 70 davon erlitten Schusswunden, wie das palästinensische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Palästinenser. „Heute, am 30. Jahrestag der ersten Intifada (Palästinenseraufstand), erhebt sich unser Volk in Ablehnung gegen die Erklärung von Trump“, sagte Achmad Bahar, ein führender Hamas-Vertreter in Gaza.
Eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete traf am Freitagabend die israelische Stadt Sderot. Das teilte die israelische Armee mit. Angaben zu möglichen Opfern machte die Armee nicht. Das israelische Raketenabwehrsystem hatte einige Stunden zuvor bereits ein vom Gazastreifen aus abgefeuertes Geschoss abgefangen. Als Reaktion flog die israelische Luftwaffe am Abend Luftangriffe im Gazastreifen.
Unterdessen wird die US-Botschaft in Israel nach Einschätzung von US-Außenminister Rex Tillerson wohl nicht vor 2019 von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen.