Papst dankt den Deutschen

von Redaktion

Lob für Flüchtlings-Aufnahme – Eigenes Erbe mehr achten

Vatikanstadt – Papst Franziskus hat besonders Deutschland und Griechenland für den Einsatz bei der Flüchtlingsaufnahme gedankt. Viele Flüchtlinge und Migranten wollten nach Europa, weil sie wüssten, dass sie dort Frieden und Sicherheit fänden. Diese seien Früchte des europäischen Projekts nach dem Zweiten Weltkrieg. Europa müsse auf dieses Erbe stolz sein, sagte er in seiner Neujahrsansprache vor Diplomaten im Vatikan.

„Die Ankunft der Flüchtlinge sollte Europa dazu anspornen, das eigene kulturelle und religiöse Erbe wiederzuentdecken“, sagte der Papst. „Wenn es sich der Werte bewusst wird, auf denen es erbaut wurde, dann mag es sowohl die eigenen Traditionen wachhalten als auch weiterhin ein gastfreundlicher Ort sein, der Frieden und Entwicklung verspricht.“ Auch die Türkei, der Libanon und Jordanien verdienten „Anerkennung und die Unterstützung der ganzen internationalen Gemeinschaft“ bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Zur Beendigung des Syrienkriegs und für den Wiederaufbau seien Vertrauen und eine stabile Sicherheitslage nötig. Die Menschen müssten Möglichkeiten zur Rückkehr in ihre Heimat erhalten.

Der Vatikan werde „nicht in Entscheidungen eingreifen, die den Staaten zustehen“. Dennoch sei es Pflicht der Kirche, „auf die Prinzipien Menschlichkeit und Brüderlichkeit hinzuweisen“. Franziskus erinnerte dabei an seine Botschaft zum katholischen Weltfriedenstag am 1. Januar. Darin hatte er „aufnehmen, schützen, fördern und integrieren“ als Eckpfeiler für den Umgang mit Migranten benannt. kna

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