München – Der Länderfinanzausgleich zwischen besser und schlechter gestellten Bundesländern ist 2017 auf den Rekordwert von 11,25 Milliarden Euro angewachsen. Das bedeutet ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, geht aus Berechnungen des bayerischen Finanzministeriums hervor. Die Elf-Milliarden-Marke wurde damit erstmals überschritten. Auch die bayerischen Zahlungen erreichten mit 5,9 Milliarden Euro einen Rekordwert – der Freistaat musste erneut mehr als die Hälfte des Ausgleichsvolumens schultern. Die geltenden Regeln des Finanzausgleichs laufen 2019 aus. Die Beziehungen zwischen Bund und Ländern wurden deshalb neu geregelt, der Ausgleich im engeren Sinne wird in seiner derzeitigen Form abgeschafft.