München – Das Wachstum bei den Flugbewegungen ist am Flughafen München 2017 geringer ausgefallen als erwartet. Die Zahl der Flüge stieg um 2,6 Prozent, prognostiziert worden waren vier Prozent. Der Flughafen München begründet das abgeschwächte Wachstum mit der Insolvenz von Airberlin.
Der dritten Startbahn geben die Zahlen wenig Auftrieb. Der Münchner OB Dieter Reiter (SPD), eigentlich Startbahn-Befürworter, hielt sich gestern bedeckt. Die positive Entwicklung nehme er „mit Freude“ zur Kenntnis. „In den nächsten Monaten“ werde die Stadt mit den anderen Gesellschaftern Bund und Land sprechen. Allerdings müsse auch die Prognose für 2018 und darüber hinaus berücksichtigt werden. Die aber fällt nicht gut aus: Der Flughafen rechnet damit, dass die Zahl der Flüge „auf dem Niveau“ von 2017 bleibt. Allenfalls ein Miniwachstum ist drin.
Die Startbahn-Gegner wittern Morgenluft. Der Wert von 404 500 Starts und Landungen im Jahr 2017 liege nur wenig über der Zahl von 2005 (399 000), erklärte Grünen-Abgeordneter Christian Magerl. Und er sei weit vom bisherigen Rekord (432 000 im Jahr 2008) entfernt. dw