München – Der ehemalige Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch will die FDP nicht als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen. „Mir war es wichtig, dass es eine Urwahl mit mehreren Kandidaten gibt“, sagte Heubisch unserer Zeitung. „Ich wäre nur angetreten, wenn sich niemand gemeldet hätte – jetzt haben unsere Mitglieder eine gute Auswahl.“ Heubisch, der sich in München-Schwabing als Direktkandidat zur Wahl stellt, will seine Rolle künftig anders definieren. „Ich sehe mich mit 71 Jahren eher als der Elder Statesman, der der jungen Generation beratend zur Seite steht.“
Damit bleibt es vorerst bei drei Kandidaten für die Urwahl: Neben dem ehemaligen Landeschef Albert Duin haben die Münchner Stadträtin Gabriele Neff und der ehemalige Landesgeschäftsführer Martin Hagen ihre Ambitionen bekundet. Die Bewerbungsfrist läuft bis Monatsende.
Heubisch will dennoch intensiv Wahlkampf machen. Er kritisierte die Grundsatzrede von Markus Söder. „Ich bin enttäuscht. Er hätte das alles längst umsetzen können.“ Außerdem vermisse er ein Aufbruchssignal für den Wissenschaftsstandort. Heubisch war von 2008 bis 2013 Wissenschaftsminister. mik