Das Vaterunser bleibt, wie es ist

von Redaktion

Deutsche Bischofskonferenz lehnt Änderung der Übersetzung ab

Bonn – In der Diskussion um die deutsche Übersetzung der Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ hat sich nach mehreren katholischen Bischöfen jetzt auch die Deutsche Bischofskonferenz zu Wort gemeldet. In einer in Bonn veröffentlichten Mitteilung wenden sich die Bischöfe gegen eine Änderung der deutschen Übersetzung. „Gerade die konfessions- und länderübergreifende Einheitlichkeit des Textes im gesamten deutschen Sprachraum ist dabei nicht das unbedeutendste Argument“, heißt es in der fünfseitigen Stellungnahme. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte zuvor ebenfalls bekundet, dass sie keinen Änderungsbedarf sieht.

Ausgelöst wurde die aktuelle Diskussionen durch einen Beschluss der französischen Bischöfe, die bisherige Formulierung zu ändern in: „Lass uns nicht in Versuchung geraten“. Papst Franziskus hatte in einem Interview gesagt, „führe uns nicht in Versuchung“ sei „keine gute Übersetzung“. Es sei nicht Gott, der den Menschen in Versuchung stürze, um zu sehen, wie er falle. „Ein Vater tut so etwas nicht; ein Vater hilft sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan“, so der Papst.

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