Rosenheim – Im Streit um die Erhebung von Mautgebühren für bayerische Feuerwehrfahrzeuge, die von Einsätzen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe auf österreichischen Autobahnen zu ihren Standorten zurückfahren, zeichnet sich eine Entspannung ab. Nachdem der Rosenheimer Kreisbrandrat Richard Schrank diese Praxis heftig kritisiert und sich um politische Schützenhilfe bemüht hatte, lenkt die zuständige Autobahn- und Schnellstraßen-Finanzierungsgesellschaft in Österreich (Asfinag) ein.
Walter Riepler, bei der Asfinag zuständig für die Mautkontrolle im ganzen Land, versicherte im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen, noch im Februar werde in einer Runde zwischen Vertretern seiner Gesellschaft und des österreichischen Finanz- und Verkehrsministeriums über eine generelle Mautbefreiung für sogenannte Blaulicht-Einsatzfahrzeuge auf den Autobahnen im Nachbarland gesprochen. Auch Hilfsorganisationen in Österreich müssten bisher teilweise Mautgebühren für die Nutzung der Autobahnen bezahlen.
Ziel des neuen österreichischen Verkehrsministers Norbert Hofer ist offenbar, mit Blaulicht ausgerüstete Einsatzfahrzeuge „permanent mautbefreit“ zu stellen und in diese Neuregelung auch Einsatzfahrzeuge aus dem Ausland miteinzubeziehen. Von Hofer gebe es entsprechende Signale, so Riepler. Für die Kritik aus Bayern an der momentanen Regelung, die seit November 2017 gilt, hat der Asfinag-Vertreter durchaus Verständnis. „Es ist schon komisch, wenn wir jemanden aus dem Nachbarland abkassieren, der uns hilft.“ tt