Passau – Ein Bekenntnis zu Heimat und Leitkultur, eine Begrenzung der Migration, dazu die Forderung nach christlichen Kreuzen in allen öffentlichen Gebäuden Bayerns: Die CSU hat beim politischen Aschermittwoch einen konservativeren Kurs angekündigt und will damit der AfD Wähler abspenstig machen. „Jeder, der bei uns leben will, muss sich am Ende unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen und nicht umgekehrt“, sagte der designierte Ministerpräsident Markus Söder. Er sprach sich in Passau gegen eine Ausweitung des Islam-Unterrichts an Schulen aus, anders als Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU): „Dort, wo es nötig ist, ja – aber flächendeckend einführen muss in Bayern wirklich nicht sein.“
Der kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz warb in Vilshofen nach den jüngsten Querelen um Vertrauen in die SPD, übte aber im Namen der Führung auch Selbstkritik. Eindringlich befürwortete er eine neue Große Koalition: „Die Bürger würden es uns nicht verzeihen, wenn wir die Verantwortung nicht übernehmen“, sagte er. cd/hor/lby