München – Die Deutsche Bahn (DB) plant für das Jahr 2018 Rekordinvestitionen ins bayerische Schienennetz. Zwischen Februar und November will der Konzern über eine Milliarde Euro für die Modernisierung von Gleisen, Weichen, Brücken und Bahnhöfen ausgeben. Bundesweit sind Ausgaben von 9,3 Millionen Euro geplant, 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Damit soll der Sanierungsrückstand abgebaut werden, der sich über die vergangenen Jahrzehnte aufgestaut hat. Ein Sprecher der DB Netze spricht vom „größten Infrastrukturprojekt der Bahngeschichte“, das seit 2015 bereits erste Erfolge gezeigt habe.
Ein großer Teil der Investitionen in Bayern fließt ins oberbayerische Schienennetz, das zu den wichtigsten Bahnknoten bundesweit zählt. So stehen auf den Strecken von München nach Kiefersfelden und nach Salzburg umfangreiche Instandhaltungsarbeiten an. In München wird es auf der S-Bahn-Stammstrecke an fünf Wochenenden zwischen Mai und Oktober zu Vollsperrungen kommen. Das Ausbauprojekt ist eines der Großprojekte, in die 2018 bundesweit rund 2,6 Milliarden Euro fließen sollen.
Außerdem plant die Bahn eine Direktverbindung aus Niederbayern zum Flughafen München, die im Dezember in Betrieb gehen soll. Die längste Baustelle ist die Verbindung zwischen München, Memmingen und Lindau: Die Strecke ins Allgäu wird zwischen März und Dezember auf 155 Kilometern Länger elektrifiziert.
Die Bahn will die anstehenden Arbeiten in sogenannten Baukorridoren bündeln, um die Auswirkungen „für die Reisenden so gering wie möglich zu halten“. Dennoch werde es durch eingleisigen Betrieb und vereinzelte Totalsperrungen zu Verspätungen, Ausfällen und Schienenersatzverkehr kommen. ja