Berlin – Mit einer überraschenden ersten Personalie nimmt die CDU ihre Neuaufstellung in Angriff: Generalsekretärin soll die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer werden. Für die Nominierung der 55-Jährigen habe es in der Parteispitze „große Zustimmung“ gegeben, sagte CDU-Chefin Angela Merkel. Kramp-Karrenbauer kündigte einen „programmatischen Erneuerungsprozess“ an. Dieser Prozess müsse über konservative, christlich-soziale und liberale Wurzeln gehen. Sie soll auf einem CDU-Parteitag am Montag in das neue Amt gewählt werden.
Kramp-Karrenbauer regiert seit 2011 im Saarland. Von diesem Amt will sie nun zurücktreten. Sie gilt als Vertraute Merkels und als mögliche Nachfolgerin als Kanzlerin und Parteichefin. Diese Rolle dürfte sich durch ihre Berufung zur Generalsekretärin noch verstärken.
Bis Ende der Woche will Merkel zudem bekannt geben, wer für die CDU die Kabinettsposten in der Großen Koalition besetzen soll. Sie habe dem CDU-Bundesvorstand angekündigt, in der Sitzung des Gremiums am Sonntag Namen zu nennen, sagte sie. Die CSU reagierte positiv auf die neue Generalsekretärin.