Seehofers letzter Tag in Bayern

von Redaktion

Ministerpräsident plant zum Abschied Arbeitssitzung statt Feierlichkeit

München – An seinem letzten Tag als Ministerpräsident will Horst Seehofer (CSU) mit dem Kabinett über den bayerischen Arbeitsmarkt und außenwirtschaftliche Herausforderungen diskutieren. Sobald Seehofer am Abend zurücktritt, endet auch die Amtszeit aller Minister. Sie bleiben bis zur Ernennung eines neuen Kabinetts kommende Woche geschäftsführend im Amt.

Seehofer verzichtet zum Abschied aus Bayern auf Feiern. Nach der Sitzung gibt er eine Pressekonferenz, danach fährt er nach Berlin. Am Mittwoch wird er als Bundesinnenminister vereidigt. Sein Landtagsmandat will der CSU-Chef bis April behalten, der Termin für die Verabschiedung dort ist offen.

„Zehn Jahre Horst Seehofer waren gute Jahre für Bayern“, sagte der designierte Nachfolger Markus Söder unserer Zeitung. Das Verhältnis gilt als zerrüttet, beide wollen aber zusammenarbeiten. „Gemeinsam können wir Doppelpass zwischen München und Berlin spielen“, sagte Söder, der am Freitag zum Ministerpräsidenten gewählt wird. Bis dahin leitet die Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner die Geschäfte in der Staatskanzlei. Seehofer habe viel geleistet, „aber auch seine Minister gut gefordert“, sagte Aigner.    dor

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