München – Die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien nehmen immer groteskere Züge an: In den Landkreisen München, Starnberg, Miesbach, Dachau, Ebersberg und Fürstenfeldbruck kostet der Quadratmeter einer Eigentumswohnung inzwischen mehr als in Hamburg. Das geht aus gestern veröffentlichten Zahlen der Postbank hervor.
„Teuerste Großstadt – und überhaupt teuerstes Pflaster in Deutschland – ist und bleibt München“, heißt es bei der Postbank. Im Schnitt hätten Immobilienkäufer pro Quadratmeter Wohnfläche in München vergangenes Jahr 6789 Euro zahlen müssen. Frankfurt steht im Vergleich der teuersten Großstädte Deutschlands mit einem Quadratmeterpreis von 4501 Euro weiter auf Platz zwei, gefolgt von Hamburg mit 4212 Euro. In der bundesweit drittteuersten Metropole sind Eigentumswohnungen damit billiger als in sechs Landkreisen rund um München, wo der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer Wohnung Ende 2017 im Schnitt bei mindestens 4479 Euro lag.
Da verwundert es kaum noch, dass acht der zehn teuersten Flächenlandkreise Deutschlands – also Metropolen nicht eingerechnet – vergangenes Jahr im Großraum München zu finden waren. Zwar kosten Wohnungen in den Kreisen Freising und Erding weniger als in Hamburg, mit einem Preisanstieg von 22,6 Prozent innerhalb eines Jahres mussten Immobilienkäufer im Kreis Erding aber den bundesweit zweithöchsten Preisanstieg überhaupt verkraften. Im Kreis Fürstenfeldbruck kletterten die Preise um 13 Prozent.
Sparkassen und Genossenschaftsbanken in der Region spüren indes eine nachlassende Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Nicht weil das Interesse an Immobilien nachgelassen hätte, sondern schlicht, weil auf dem Markt nichts Erschwingliches mehr zu finden ist. sh/mp