Mikroplastik in Bayerns Flüssen

von Redaktion

Kunststoffteilchen belasten alle untersuchten Gewässer im Freistaat

Bayreuth – Bayerische Forscher haben erstmals systematisch den Gehalt von Mikroplastik in deutschen Flüssen analysiert. In allen 25 untersuchten Gewässern in fünf Bundesländern konnten die Wissenschaftler der Universität Bayreuth die Kunststoffpartikel mit weniger als fünf Millimetern Durchmesser nachweisen.

In Bayern nahmen die Forscher im Auftrag des Landesamtes für Umwelt Proben aus Donau, Isar, Inn und Altmühl. Der Kunststoffanteil betrug je 1000 Liter Flusswasser zwischen 9,8 Partikeln (Donau bei Ulm) und 150,8 Partikeln (Donau bei Deggendorf). Auch in Inn und Isar konnte an mehreren Messstellen ein erhöhter Plastikanteil nachgewiesen werden.

Den Hauptanteil der Kunststoffbelastung bilden laut der Studie Kleinstpartikel aus Polyethylen oder Polypropylen, aus denen zum Beispiel Verpackungen hergestellt werden. Laut bayerischem Landesamt für Umwelt (LfU) ist der Plastikanteil ähnlich wie in vergleichbaren europäischen und nordamerikanischen Gewässern. Weitere Untersuchungen sollen die ökologischen Auswirkungen sowie „Vermeidungsstrategien“ gegen Mikroplastik aufzeigen. ja

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