Razzia bei BMW

von Redaktion

Verdacht auf Abgasbetrug: 100 Ermittler untersuchen Konzernzentrale

München – Die Staatsanwaltschaft München I hat gestern mit 100 Ermittlern die BMW-Zentrale, das Forschungs- und Innovationszentrum FIZ sowie das Motorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht. Die Beamten gingen dabei dem Verdacht des Betrugs bei der Abgasreinigung in 11 400 Fällen nach. Der Konzern räumt zwar eine fehlerhafte Software ein, spricht aber von einem „peinlichen Versehen“.

BMW hatte nach eigenen Angaben bei internen Tests festgestellt, dass eine Software, die für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden war, in einigen dafür nicht geeigneten Modellen eingesetzt wurde. Dabei handelt es sich um die Diesel-Modelle 750xd und 550xd.

Das Kraftfahrtbundesamt hatte die Münchner Staatsanwälte darauf hingewiesen, dass in diesen beiden Modellen eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut worden sei. „Die Ermittlungen stehen erst ganz am Anfang“, sagte Oberstaatsanwältin Anne Leiding. Ein BMW-Sprecher sagte, das Unternehmen nehme den Fall sehr ernst und wolle ihn – auch mit- hilfe von internen Ermittlungen – umfassend aufklären. „Wir unterstützen die Behörden vollumfänglich bei ihrer Arbeit“, hieß es gestern.

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