Renten steigen um über 3 Prozent

von Redaktion

Satte Erhöhung in Ost und West – Bericht: Beiträge klettern früher als angenommen

Berlin – Die Rentner in Ost und West können sich auch in diesem Jahr auf eine satte Erhöhung ihrer Bezüge freuen. Die Renten sollen im Westen um 3,2 Prozent und im Osten um 3,4 Prozent steigen. Das teilte Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) mit. Der aktuelle Rentenwert (Ost) steige damit auf 95,8 Prozent des aktuellen Rentenwerts West (bisher: 95,7 Prozent).

Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf West-Beiträgen beruht, erhöht sich so um 32,20 Euro, eine gleich hohe Rente mit Ost-Beiträgen um 33,70 Euro. Die Erhöhung soll zur Mitte des Jahres erfolgen. Im vergangenen Jahr bekamen die Rentner im Osten 3,59 Prozent mehr und im Westen 1,9 Prozent. Heil erklärte: „Auch in diesem Jahr führen die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen der Vergangenheit zu besseren Renten.“

Männer kamen nach dem aktuellen Rentenversicherungsbericht zuletzt auf eine durchschnittliche Rentenzahlung von 1065 Euro, bei Frauen waren es am 1. Juli 2016 im Schnitt 671 Euro. Aber nur knapp zwei Drittel aller Einkommen der Seniorenhaushalte stammten von der gesetzlichen Rente. 2015 kamen Ehepaare im Westen auf ein monatliches Nettoeinkommen von durchschnittlich 2572 Euro, alleinstehende Männer auf 1593 und Frauen auf 1422 Euro. In den neuen Ländern verfügten Ehepaare über 2257 Euro, alleinstehende Männer über 1389 und Frauen über 1370 Euro.

Am Montag wurde bekannt, dass das Sozialministerium damit rechnet, dass das Rentenniveau nicht erst 2025, sondern bereits zwei Jahre früher unter 48 Prozent fallen werde. Das geht aus einer Antwort auf eine FDP-Anfrage hervor.

Der Beitragssatz wiederum werde bereits im Jahr 2022 und nicht erst 2023 steigen und „schon im Jahr 2024 (und nicht erst 2025) die Marke von 20 Prozent übersteigen“, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus der Antwort. Grund dafür sind dem Bericht zufolge unter anderem die im Koalitionsvertrag vereinbarte Ausweitung der Mütterrente und die Rückkehr zur Parität bei den Krankenkassenbeiträgen.

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