München – Erneut gibt es Überlegungen, den Flughafen München von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft (AG) umzuwandeln. „Das werden wir uns anschauen, klar, ganz unabhängig von der dritten Startbahn“, sagte Ernst Weidenbusch (CSU), der neue Beauftragte der Staatsregierung für Beteiligungen und Banken, unserer Zeitung.
Die AG-Umwandlung öffnet prinzipiell den Weg für die umstrittene weitere Flugpiste, weil in einer AG das Mehrheitsprinzip gilt. Jeder der drei Gesellschafter – Land, Bund und Stadt München – hat laut einer Zusatzvereinbarung zum Konsortialvertrag das Recht, eine Umwandlung zu verlangen. „Die Entscheidung ist völlig offen“, betonte Weidenbusch. „Wir werden prüfen, ob die Umwandlung in eine AG sinnvoll ist, wie es auch bei anderen Flughäfen gemacht wurde.“ Der Flughafen Frankfurt ist schon lange als AG organisiert. Theoretisch denkbar sei es auch, die Flughäfen München und Nürnberg in einer AG zu bündeln.
Weiter gediehen sind Pläne, Tochtergesellschaften des Flughafens im Mutterkonzern FMG einzugliedern. dor/dw