Berlin – Bund und Länder konnten im Februar ein sattes Plus bei den Steuereinnahmen von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verbuchen. Als Gründe nannte das Bundesfinanzministerium gestern in Berlin unter anderem einen deutlichen Zuwachs von 8,2 Prozent beim Aufkommen aus gemeinschaftlichen Steuern, die anteilig Bund, Ländern und Gemeinden zukommen. Auch bei der Lohn- und Umsatzsteuer und der Abgeltungssteuer auf Zins- und Veräußerungserträge gab es laut Ministerium deutliche Mehreinnahmen. Hinzu kommen auch buchhalterische Gründe, da eine bestimmte Bundessteuer erst etwas später verbucht wurde.
Bei den reinen Ländersteuern gab es demnach einen moderaten Zuwachs von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gemeinden meldeten einen deutlichen Einnahmezuwachs von 13,4 Prozent aus ihrem Anteil an den gemeinschaftlichen Steuern.
Insgesamt nahm der Bund im Januar und Februar 48,4 Milliarden Euro ein.
Im vergangenen Jahr hat Deutschland zudem eine Rekordsumme zwischen armen und reichen Bundesländern umverteilt: 11,2 Milliarden Euro. Das ist ein Zuwachs von 0,56 Milliarden gegenüber dem Vorjahr. Hintergrund sind eklatante Unterschiede in der Finanzkraft auch mehr als 25 Jahre nach der Wiedervereinigung. Bayern war mit 5,8 Milliarden Euro der größte Einzahler. Selbst das einnahmestärkste ostdeutsche Bundesland Brandenburg steht schlechter dar als das Saarland, das einnahmeschwächste Bundesland im Westen.