Brüssel – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat weitere Strafmaßnahmen gegen Russland wegen des Giftanschlags von Salisbury in Aussicht gestellt. Zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel zeigte sich Merkel überzeugt, dass über die Rückberufung des EU-Botschafters in Moskau hinaus noch weitere Schritte erforderlich seien. „Wir waren uns – Deutschland und Frankreich jedenfalls – einig, dass solche Reaktionen zusätzlich zum Rückrufen des Botschafters noch notwendig sind“, sagte Merkel am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Die einzelnen EU-Staaten wollten sich zunächst bei ihren „Reaktionen“ gegenüber Moskau koordinieren, sagte die Kanzlerin. Sie rechtfertigte die Entscheidung des Gipfels, diplomatische Maßnahmen gegen Russland einzuleiten. Die britische Premierministerin Theresa May habe fundierte Analysen vorgelegt.