Rosenheim – 71 Prozent weniger Straftaten als noch im Vorjahr – das klingt im ersten Moment nach einer bahnbrechenden Entwicklung. Bereinigt um die Fälle, in denen Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz im Kontext mit Zuwanderung vorlagen, erscheint dieser Rückgang doch weniger markant. Nichtsdestotrotz zeigten sich Robert Kopp, Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, und sein Stellvertreter Harald Pickert gestern bei der Pressekonferenz zur Kriminalitätsstatistik zufrieden.
Auch der bereinigte Kriminalitätsrückgang von fünf Prozent kann sich nämlich sehen lassen. Denn: 49 906 Straftaten bedeuten den zweitniedrigsten Wert in den vergangenen zehn Jahren. Und nicht nur das: Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote im Vergleich zum Höchstwert vom vergangenen Jahr erneut an. Auf 66,9 Prozent – in mehr als zwei von drei Fällen kommen die Beamten des Präsidiums Süd dem Täter also auf die Schliche.
„Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr belegen die sehr gute Sicherheitslage“, sagte Kopp gestern. „Das südliche Oberbayern zählt nach wie vor zu den sichersten Regionen Deutschlands.“ Re