Islam-Debatte: Murren in der CDU

von Redaktion

Linnemann und Spahn unterstützen CSU – „Diskussion ist überfällig“

Berlin – In der CDU wird Murren über den Kurs der Partei in der Islam-Debatte laut. Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann sagte dem „Westfalen-Blatt“: „Die Schärfe der Kritik, die einige aus meiner Partei an einer Islam-Debatte üben, ist weder nachvollziehbar noch sachgerecht. Die Debatte ist sogar überfällig, wenn man sich beispielsweise den Alltag an Berliner Schulen bis hin zu islamistisch motivierten Übergriffen anschaut.“ Man dürfe diese Debatte „nicht den Spaltern von rechts überlassen“.

Zuvor hatten führende CDU-Politiker die von CSU-Chef Horst Seehofer begonnene Debatte, ob der Islam insgesamt oder die Muslime zu Deutschland gehörten, scharf kritisiert. Bundesminister Jens Spahn sprang nun ebenfalls Seehofer zur Seite. Der „NZZ“ sagte Spahn: „Natürlich gehören die Muslime zu Deutschland.“ Aber die Frage sei doch: „Wollen alle Muslime zu Deutschland gehören? Noch erleben wir zu oft ein Nebeneinander.“ Der reaktionäre Teil des Islam mache das Zusammenleben schwierig. „Wenn Töchter zwangsverheiratet werden, wenn gegen Schwule und Juden gehetzt wird, dann gehört das sicher nicht zu unserem Land.“  mm

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