Kiefersfelden/Kufstein – Der Kritik aus Bayern und der EUKommission zum Trotz setzt das Bundesland Tirol diese Woche die Blockabfertigung auf der Inntalautobahn fort. Nach Angaben der Landeshauptmannschaft Tirol besteht wegen eines Feiertags in Italien am morgigen Mittwoch im Bundesland Tirol (Österreich) ein Transitverbot für Lkw. Am Donnerstag, 26. April, kommt es dann zur nächsten Lkw-Blockabfertigung. Das teilte gestern das Polizeipräsidium Oberbayern Süd an.
Am Mittwoch wird in Italien der „Anniversario della Liberazione“ (Tag der Befreiung) gefeiert. Wegen des Feiertags verfügte Tirol – wie schon in den vergangenen Jahren – ein Transitverbot für Lkw über 7,5 Tonnen in der Zeit von 11 bis 22 Uhr. Damit dürfen Lkw über 7,5 Tonnen mit Ziel Italien nicht nach Tirol einreisen. Auf deutscher Seite wird mit einer schnellen Auslastung der in Grenznähe befindlichen Parkplätze gerechnet.
Nach dem anschließenden Nachtfahrverbot für Lkw (22 bis 5 Uhr) kündigen die Tiroler für Donnerstag ab 5 Uhr eine weitere Lkw-Blockabfertigung an. Auf der Inntalautobahn bei Kufstein-Nord werden durch österreichische Einsatzkräfte in Fahrtrichtung Süden die Lkw gezählt. Sobald es an die Kapazitätsgrenze von 250 bis 300 Lkw pro Stunde geht, wird deren Fahrt verlangsamt oder nötigenfalls auch angehalten.
„Die Autofahrer müssen daher am morgigen Mittwoch und insbesondere am Donnerstag mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in südlicher Fahrtrichtung auf der Inntalautobahn in Landkreis Rosenheim rechnen“, warnt ein Polizeisprecher. Der Stau könne möglicherweise von der A93 bis zur Autobahn A8 München-Salzburg zurückreichen. Die Verkehrspolizei Rosenheim wird, falls erforderlich, mit Unterstützung umliegender Dienststellen Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten und den Verkehr so flüssig wie möglich fließen zu lassen.