Sie wurden im nackten Boden verscharrt, ohne Gebet, ohne Erinnerung: 2249 Menschen, die im KZ-Außenlager Mühldorf starben und in einem Massengrab bei Mettenheim begraben wurden. Gestern, während der Eröffnung der Gedenkorte, sang Rabiner Shmuel Aharon Brodman den Kaddisch, das jüdische Totengebet, für sie. Anschließend legten er, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Christine Knobloch, und Bayerns Kultusminister Bernd Sibler einen Kranz zur Erinnerung an die Ermordeten nieder. Mit der Eröffnung der Gedenkorte am ehemaligen Massengrab und im Waldlager, der Unterkunft der Häftlinge, hat ein jahrzehntelanger Kampf um ein würdiges Gedenken an die Opfer ein wichtiges Ziel erreicht. FOto hon