Kreuzerlass: Seehofer greift Marx an

von Redaktion

CSU-Chef hat kein Verständnis für Kritik – Nahles: Kreuzungen statt Kreuze

München/Berlin – In der Debatte um die Kreuz-Verordnung der bayerischen Landesregierung schlägt die CSU einen schärferen Ton gegenüber den Kirchen an. Parteichef Horst Seehofer greift im „Spiegel“ den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, den Münchner Kardinal Reinhard Marx, frontal an. „Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass der Kardinal es kritisiert, wenn Kreuze in unseren bayerischen Behörden aufgehängt werden“, wird Seehofer zitiert. „Das Kreuz ist ein religiöses Symbol und gleichzeitig Ausdruck der christlichen Prägung Bayerns.“

Marx hatte erklärt, durch den Vorstoß zu Kreuzen in Landesbehörden seien „Spaltung und Unruhe“ entstanden. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, verstehe es nicht. Auch andere Kirchenvertreter hatten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisiert.

Während der ehemalige Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, die Staatsregierung verteidigte, äußerte sich SPD-Chefin Andrea Nahles auf dem Katholikentag genervt: „Wir Politiker kümmern uns besser darum, dass Kreuzungen saniert werden, und nicht darum, dass Kreuze aufgehängt werden.“

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