Berlin – Mehrere Unionspolitiker haben ein rasches Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten gefordert. „Wir dürfen das Problem nicht aussitzen“, sagte der CDU-Arzneiexperte Michael Hennrich dem „Handelsblatt“. Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag (CDU), mahnte zur Eile, „damit es nicht zu irreparablen Schäden in der Apothekenlandschaft, vor allem in ländlichen Gebieten“, komme. Ein Sprecher des von CDU-Minister Jens Spahn geführten Bundesgesundheitsministeriums sagte: „Sorgfalt geht vor Schnelligkeit.“ Ziel eines im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbots ist es, deutsche Apotheker vor der Onlinekonkurrenz aus anderen EU-Ländern abzuschirmen.