So rasant wächst Oberbayern

von Redaktion

Ausblick auf 2036: Bayern werden mehr und älter – Größter Zuwachs im Süden

München – Die Bevölkerung im Freistaat wächst – und sie wird immer älter. Das sind die beiden wesentlichen Ergebnisse der Vorausberechnung des Landesamtes für Statistik, die Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München vorgestellt hat. Die Statistiker blicken dafür ausgehend vom Jahr 2016 und anhand der Bevölkerungsentwicklung 20 Jahre in die Zukunft.

Fast 13,5 Millionen Menschen werden den Berechnungen zufolge im Jahr 2036 in Bayern leben – heute sind es knapp 13 Millionen. Das Durchschnittsalter wird dann bei 46 Jahren liegen, „das sind fast zweieinhalb Jahre mehr als noch im Jahr 2016“, so der Minister.

Der Freistaat wächst nicht gleichmäßig, die demografische Entwicklung zeigt deutliche regionale Unterschiede. Fünf der sieben bayerischen Bezirke bekommen dabei Zuwachs, zwei werden spürbar schrumpfen. Das größte Plus erreicht mit 9,9 Prozent der Bezirk Oberbayern: Fast um eine halbe Million Menschen wird er sich in den kommenden 20 Jahren vergrößern. Neben der Landeshauptstadt, die auch weiterhin ihre Sogwirkung behalten wird, gewinnen die angrenzenden Landkreise an Einwohnern, allen voran der Kreis Dachau, der mit einem Plus von 15,5 Prozent rechnen kann.

Auch die Bezirke Schwaben (plus 4,5 Prozent), Niederbayern (plus 3,6), Mittelfranken (plus 2,9) und die Oberpfalz (plus 1,0) werden zulegen. Ein Rückgang der Bevölkerungszahlen erwartet dagegen Unterfranken (minus 3,5 Prozent) und Oberfranken (minus 5,9).

Den starken Bevölkerungsanstieg erklärt Herrmann vor allem mit Zuwanderung. Denn trotz steigender Geburtenzahlen sterben unterm Strich mehr Bayern, als geboren werden. „Dieser Trend wird anhalten“, sagt Herrmann. Darum sei eine positive Wanderungsbilanz wichtig. Und dieses Wanderungsplus werde vor allem von einer Zuwanderung aus anderen europäischen Staaten getragen. „Ohne sie würde die bayerische Bevölkerung bis 2036 um vier Prozent schrumpfen.“ kb

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