Geheimdienst gesteht: Mord war Finte

von Redaktion

Ukraine: Angeblich getöteter Journalist lebt – Scharfe Kritik an Vorgehen

Kiew – Der russische Journalist Arkadi Babtschenko hat die Inszenierung seines Todes durch den ukrainischen Geheimdienst SBU verteidigt. Die Gefahr eines Anschlags auf ihn sei real gewesen, schrieb er auf Facebook: „Alles war genau so wie gesagt.“

Wer ihm vorhalte, die Medien irregeführt zu haben, der solle „seine Prinzipientreue und hohe Moral beweisen und stolz erhobenen Hauptes sterben“. Auf Twitter entschuldigte er sich ironisch dafür, noch am Leben zu sein: „Bei der nächsten Attacke gehe ich bestimmt drauf.“

Der SBU hatte zuvor enthüllt, dass der aufsehenerregende Mord an Babtschenko in Kiew eine Finte war. Nur so habe man ein Komplott russischer Geheimdienste gegen Babtschenko und andere Gegner der Moskauer Regierung verhindern können. Die Irreführung der Öffentlichkeit bis hinauf zum Weltsicherheitsrat hat aber scharfe Kritik ausgelöst.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte hingegen, mit dem vorgetäuschten Mord sei die Öffentlichkeit in die Irre geführt worden: „Wir fordern von den ukrainischen Behörden Aufklärung über die Hintergründe des vorgetäuschten Journalistenmordes.“

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