München – Kurdische Sicherheitsbehörden haben im Irak den Tatverdächtigen im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna festgenommen. Ali B. muss jetzt mit seiner Auslieferung rechnen. Der irakische Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben. Er war offenbar vor einer Woche mit seiner Familie überhastet und mit falschen Papieren aus Deutschland abgereist.
Der Fall schlägt deutschlandweit hohe Wellen – es wird Kritik an den Behörden auf unterschiedlichen Ebenen laut. Der Asylantrag von Ali B. wurde bereits Ende 2016 abgelehnt, wogegen er klagte. Unklar ist, warum seine falschen Papiere bei der Ausreise am Flughafen nicht auffielen.
FDP-Chef Christian Lindner sagte, das Verbrechen werfe zahlreiche Fragen auf. „Wieso werden abgelehnte Asylbewerber nicht konsequenter zurückgeführt? Warum konnte der Täter samt Familie offenbar unter falschem Namen ausreisen?“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte unserer Zeitung, man müsse „die Gesetze endlich wirksam ändern, damit Straftäter und Gefährder so schnell wie möglich abgeschoben werden können und bis zur Abschiebung in Haft kommen“.