40 Tote bei Taliban-Attacken

von Redaktion

Afghanistan: Islamisten künden gleichzeitig Waffenruhe an

Kabul – Bei Überfällen auf Kontrollposten in den beiden Provinzen Kundus und Herat haben die radikalislamischen Taliban in Afghanistan mindestens 40 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verwundet. Laut Provinzialrat kontrollieren die Taliban derzeit 103 der 107 Dörfer im Bezirk Kala-e-Sal.

Zugleich kündigten die Taliban eine dreitägige Waffenruhe zum Fest des Fastenbrechens an. Vom 16. bis 18. Juni würden die Kämpfer ihre Angriffe auf afghanische Truppen einstellen, teilte die Führung der Taliban am Wochenende mit. Die Waffenruhe gelte jedoch nicht für internationale Truppen. Zudem werde jeder Angriff des afghanischen Militärs erwidert.

Die Regierung in Kabul stellte die Verlängerung einer bereits angekündigten Waffenruhe in Aussicht, sollten die Islamisten Wort halten. Die Ankündigung der Taliban, ihre Angriffe zum Fest des Fastenbrechens einzustellen, habe eine Gelegenheit geschaffen, die Friedensverhandlungen auszuweiten, sagte Präsidentensprecher Schah Hussain Murtasawi.

Die Regierung in Kabul hatte am Donnerstag eine befristete Waffenruhe mit den Taliban vom 12. bis zum 20. Juni angekündigt. In den letzten Tagen des islamischen Fastenmonats Ramadan und über das Fest des Fastenbrechens würden die Sicherheitskräfte alle Angriffe auf die Islamisten einstellen, teilte Präsident Aschraf Ghani mit. Sollten sich beide Seiten an ihre Ankündigungen halten, wäre es die erste Waffenruhe zwischen Regierung und Islamisten seit dem Sturz der Taliban-Regierung 2001.

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