Waigel lädt Merkel nach Bayern ein

von Redaktion

CSU-Ehrenvorsitzender: Wahlkampf ohne Kanzlerin wäre kontraproduktiv

München – Während die CSU-Führung im Wahlkampf für die Landtagswahl am 14. Oktober offenbar völlig auf Auftritte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verzichten will (wir berichteten), hat Theo Waigel Merkel für den 30. September nach Ottobeuren im Allgäu eingeladen, wie der CSU-Ehrenvorsitzende gestern gegenüber unserer Zeitung bestätigte. „Dort findet ein Konzert in der wunderbaren Basilika statt, und ich habe ihr vorgeschlagen, dass wir uns zuvor zum Thema Europa treffen, nach dem in Otto- beuren immer schon große europapolitische Veranstaltungen stattgefunden haben. Sie hat ihr Kommen zugesagt.“ Zu den Wahlkampfplanungen seiner Partei meinte Waigel: „Ich würde eine Empfehlung, die Kanzlerin im Wahlkampf nicht auftreten zu lassen, für kontraproduktiv halten. Immerhin steht Frau Merkel an erster Stelle in der aktuellen Umfrage des Politbarometers.“

Waigel hatte bereits im Bundestagswahlkampf eine Pro-Merkel-Initiative mit prominenten Mitstreitern ins Leben gerufen. „Genau so, wie die Wählerinitiative für sie damals richtig war, ist meine Einladung an sie, nach Ottobeuren zu kommen, heute richtig.“  aw

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