München – Ökonomen erwarten im laufenden Jahr ein deutlich schwächeres Wirtschaftswachstum in Deutschland als bisher angenommen. Das Münchner Ifo Institut und das RWI senkten ihre Prognosen. Für 2018 erwartet sein Institut noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent. Im Frühjahr hatten die Ökonomen 2,6 Prozent vorhergesagt. Für das kommende Jahr senkten sie ihre Prognose von 2,1 auf 1,8 Prozent. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Wirtschaft um 2,2 Prozent zugelegt. „Am deutschen Konjunkturhimmel brauen sich kräftige Gewitterwolken zusammen“, sagte der ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. Ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung sei die Handelspolitik der USA. So erheben die USA seit Juni Zölle auf Aluminium- und Stahl-Importe auch aus der EU. Die EU und China haben Gegenmaßnahmen angekündigt. Eine Ausweitung von Handelsbarrieren sei zu einem nicht mehr vernachlässigbarem Risiko geworden, warnt das Ifo-Institut.