Genf/Washington – Die USA haben sich mit dem Austritt aus dem UN-Menschenrechtsrat weltweit ins Abseits gestellt. Regierungen, Diplomaten, Politiker und Menschenrechtler verurteilten den Schritt. „Der US-Austritt ist ein Sieg für autoritäre Regime“, kommentierte der Schweizer Rundfunk. „Die Front der Verteidiger der Menschenrechte, im Kern europäische Länder und zugewandte Orte, wird nun entscheidend geschwächt.“ Lediglich aus Israel kam Lob.
In dem Rat, den die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley in Washington als „Sumpf der politischen Voreingenommenheit“ bezeichnet hatte, bedauerten die EU, Australien und China den Schritt der Amerikaner. Sie bekräftigten ihren Willen, das einzige multilaterale Forum für Menschenrechte weiter zu stützen.
Trotz der Kritik an Trump hat die in Norwegen regierende rechtspopulistische Fortschrittspartei (FRP) ihn für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert. „Der Koreakonflikt war das absolut größte und gefährlichste Problem, das Trump von Obama geerbt hat. Trump hat einen großen und richtigen Schritt Richtung Abrüstung, Frieden und Versöhnung getan“, begründen sie die Nominierung.