München – An Bayerns Schulen soll das Handyverbot ab dem kommenden Jahr zunächst testweise gelockert werden – nicht jedoch an Grundschulen. Dies stellte Bayerns Kultusminister Bernd Sibler (CSU) gegenüber unserer Zeitung klar. Grundschulen seien „ein geschützter pädagogischer Raum“, sagte der Minister. Daher sei es nicht vertretbar, Grundschülern etwa in den Pausen die Handynutzung freizustellen. Er wolle ein „pädagogisch-didaktisches Zeichen setzen“. Erlaubt bleibe wie bisher nur die pädagogische Nutzung im Unterricht, wenn der Lehrer das für sinnvoll halte.
Für eine Lockerung des Handyverbots, das seit über einem Jahrzehnt gilt, trommeln seit Monaten Lehrer- und Elternverbände. Es gilt als nicht mehr zeitgemäß. Aufgrund des Drucks willigte das Kultusministerium ein. An zunächst etwa 300 Schulen aller Ausbildungsrichtungen soll Schülern die Handynutzung zunächst testweise freigestellt werden. Die Details der hausinternen Regel dürfen die Schulen selber erlassen. Die Testschulen werden in der kommenden Woche ausgewählt. Es werde „sehr handyfreundliche“ und „weniger freundliche“ Regelungen geben, kündigte Sibler an. dw