München – Münchens Wirtschaft brummt – und davon profitieren in besonderem Maße Beschäftigte, die im Umland wohnen. Das zeigt der neue Wirtschaftsatlas, den die Stadt jetzt veröffentlicht hat. Demnach wird fast jeder zweite Arbeitsplatz in der Stadt von Einpendlern besetzt. Demgegenüber pendeln nur 27 Prozent der Münchner Beschäftigten ins Umland.
Dem Atlas zufolge geht es der Region blendend. Ihr wird bis 2030 ein Anstieg der Erwerbstätigen um rund 280 000 auf mehr als zwei Millionen prognostiziert. Dies ist ein Plus von rund 16 Prozent. Für die Landeshauptstadt München rechnen die Gutachter mit einem Anstieg um circa 180 000 auf 1,2 Millionen Erwerbstätige (plus 18 Prozent). Die Arbeitslosendichte ist mit 3,8 je 100 Einwohnern die niedrigste aller Großstädte.
Gleichzeitig ist die Kaufkraft mit 51 000 Euro pro Haushalt höher als in allen anderen deutschen Großstädten – aber niedriger als etwa im Landkreis Freising (55 000 Euro jährlich). Auch die Haushalte in den südlich und östlich der Stadt München gelegenen Landkreisen stehen mit einer Kaufkraft von 60 000 bis 70 000 Euro jährlich noch besser da.
Interessant: Satte 98 Prozent der fast 100 000 Münchner Firmen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und Kleinunternehmen mit maximal 50 Angestellten. Sie stellen mehr als 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Das zeigt, dass nicht nur Giganten wie die fünf in München ansässigen Dax-Konzerne zum Boom des Millionendorfes beitragen. bst