München – Nach dem Tod eines 22-jährigen Mannes in Sachsen-Anhalt haben Politiker und Kirchenvertreter Besonnenheit angemahnt. Der 22-jährige Deutsche war in der Nacht zum Sonntag in Köthen zu Tode gekommen. Zwei Afghanen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie bestehe der Anfangsverdacht eines Tötungsdelikts, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten. Die Obduktion ergab, dass der junge Mann an Herzversagen starb. Über die genauen Umstände gaben die Behörden keine Auskunft. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) erklärte am Sonntag, er bedauere den Todesfall zutiefst. „Dennoch bitte ich um Besonnenheit“, erklärte Stahlknecht und kündigte an, man werde „alle Mittel des Staates konsequent einsetzen“. 2500 Menschen folgten am Abend in Köthen dem Aufruf rechter Gruppierungen zu einem Trauermarsch, 50 demonstrierten gegen rechte Hetze, 300 kamen zum Friedensgebet.