Chiemsee – Die umstrittene Grabstätte des verurteilten NS-Kriegsverbrechers Alfred Jodl auf der Fraueninsel soll in veränderter Form erhalten bleiben. Die Gemeinde Chiemsee schloss am Montag einen gerichtlichen Vergleich mit dem derzeitigen Inhaber der Grabstätte. Demnach sollen Jodls Name und der Zusatz „Generaloberst“ mit einer Platte verdeckt werden, auf der nur die Inschrift „Familie Jodl“ steht. Jodl war als Chef des Wehrmachtführungsamts Hitlers engster militärischer Berater. Der Inhaber der Grabstätte hatte eine Verlängerung des Grabnutzungsrechtes beantragt. Die Gemeinde lehnte ab – und gegen diesen Bescheid klagte er. dpa