München – Der bayerische Verfassungsschutz beobachtet immer mehr Mitglieder der AfD. Die Behörde habe eine untere zweistellige Zahl Einzelpersonen innerhalb der Partei im Blick – mit steigender Tendenz im Laufe des Jahres, wie der Verfassungsschutz mitteilte. In Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Beobachteten zunehmen wird.
Die betroffenen AfD-Mitglieder „weisen Verbindungen in die rechtsextremistische, die verfassungsschutzrelevante islamfeindliche und die Reichsbürger-Szene auf“, sagte ein Sprecher des Amts. „Vor dem Hintergrund der Ereignisse von Chemnitz wird insbesondere verstärkt analysiert, wie sich Personen innerhalb der AfD zu politischer Gewalt positionieren“, führte der Sprecher aus.
Zu den Betroffenen zählen auch drei Landtagsabgeordnete. Der Verfassungsschutz prüft zurzeit, ob er Uli Henkel, Ralf-Dieter Stadler und Andreas Winhart auch als Landtagsabgeordnete weiter beobachten wird. Stadler hatte vergangene Woche persönlich ein Gespräch mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gesucht.