Wasserburg – Auf frischer Tat erwischte die Kriminalpolizei Rosenheim in der vergangenen Sonntagnacht zwei in München lebende Männer, die dringend verdächtig sind, einer organisierten Einbrecherbande anzugehören. Die beiden 37 und 44 Jahre alten Griechen wurden festgenommen und bereits am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gestern mitteilte. Die beiden Tatverdächtigen wurden daraufhin in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Ein mit Pfandkisten voll beladener Kleintransporter wurde bei der Festnahme der zwei dringend Tatverdächtigen noch vor Ort sichergestellt. Und darum ging es auch: um Diebstahl von Pfandkisten in einem sehr großen Stil. Die Spur führte dabei nach Wasserburg.
Seit Anfang des Jahres 2018 war es der Polizei zufolge im Bereich eines Supermarktes in Wasserburg immer wieder zu Pfandkistendiebstählen gekommen. Die zunächst von dem Markt selbstständig getätigten Nachforschungen erbrachten zwar einige Erkenntnisse, sie führten aber nicht zum erhofften Abreißen der Serie. Insgesamt handelt es sich um mehr als 20 000 entwendete Pfandkisten, sodass der entstandene Beuteschaden nach ersten Schätzungen im hohen fünfstelligen Bereich liegen dürfte. Die umfangreichen Ermittlungen führten schließlich dazu, dass dann am Sonntag um 0.30 Uhr die Falle für die beiden Männer zuschnappte.
Die Bearbeitung des Falles hat das Fachkommissariat für Eigentumsdelikte bei der Kriminalpolizeistation Rosenheim übernommen – unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Traunstein.
Die Ermittlungen dauern derzeit noch an. Die Staatsanwaltschaft Traunstein wird im Verlauf des Verfahrens prüfen, welcher Delikte sich die beiden tatverdächtigen Griechen schuldig gemacht haben könnten. ew