Berlin – Ausländische Geistliche, die in Deutschland arbeiten wollen, sollen künftig verpflichtend Deutschkenntnisse nachweisen müssen. Die Regierung plant eine entsprechende Änderung der Einreisevoraussetzungen. Dies teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums mit. Details, etwa das genaue Sprachniveau, werden noch geregelt. Bisher sind Sprachkenntnisse keine Voraussetzung für eine Einreise.
Forderungen nach Deutschkenntnissen vor allem islamischer Geistlicher hatte es in der Vergangenheit immer wieder gegeben, unter anderem aus der CDU. Das Ministerium erklärte, mit der Zuwanderung der letzten Jahre wachse der Bedarf an religiöser Betreuung von Ausländern. Die dafür eingesetzten Geistlichen hätten in den Gemeinden „auch eine Vorbild- und Beraterfunktion, die für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen sowie für eine erfolgreiche Integration insbesondere auch neu Zugewanderter entscheidend“ sei. Die Gesamtzahl wird im Bereich islamischer Geistlicher vage auf 2000 geschätzt.