Frankfurt/Mailand – Im Tauziehen um ein Zusammengehen von Deutscher Bank und Commerzbank ist laut „Financial Times“ ein Dritter im Rennen. Die italienische Großbank Unicredit, die bereits seit der Übernahme der HypoVereinsbank (HVB) im Jahr 2005 in Deutschland vertreten ist, erwäge ein Gebot für die Commerzbank, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einige mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die Unicredit bei den derzeitigen Gesprächen zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank dazwischenfunkt.
Sollten diese jedoch scheitern, wie einige Experten erwarten, stünde die Unicredit der Zeitung zufolge bereit. Sie wollte aber die Informationen nicht kommentieren. Die Unicredit galt immer wieder als möglicher Käufer der Commerzbank. So soll die Bank deshalb laut „FT“-Bericht zufolge zuletzt 2017 Kontakt mit deutschen Regierungsvertretern aufgenommen haben. Die Unicredit ist selbst angeschlagen, konnte sich aber zuletzt berappeln. Sollte sie bei der Commerzbank zum Zuge kommen, würde sie diese mit der HVB verschmelzen. mm