München – Das bayerische Gesetzespaket zum Artenschutz wird an vielen Stellen über die Zielvorgaben des ursprünglichen Bienen-Volksbegehrens hinausreichen. Das wurde am Freitag nach Abschluss des Runden Tisches deutlich. So haben die Bayerischen Staatsforsten zur Überraschung von Naturschützern angekündigt, einige tausend Hektar Staatswaldfläche aus der Nutzung zu nehmen. Diese Ankündigung werde er „ausdrucken und einrahmen“, freute sich der Chef des Landesbunds für Vogelschutz, Norbert Schäffer. Auch gibt es eine Vielzahl von Vorschlägen, um Naturschutz in Dörfern und Städten zu fördern, etwa bei kommunalen Grünanlagen. „Mit deutscher Gründlichkeit ausgeräumte Landschaften“ dürfe es nicht mehr geben, sagte der Moderator des Runden Tisches, Ex-Landtagspräsident Alois Glück.
Am 8. Mai beginnen die Beratungen im Landtag, um das Volksbegehren durch Gesetze und Ausführungsbestimmungen umzusetzen. Dabei geht es auch um letzte strittige Punkte wie etwa ein Walzverbot auf Wiesen. Am Ende werde ein „Volksbegehren XXL“ stehen, sagte Ministerpräsident Markus Söder. dw